Samstag, 07.01.2006
Bye bye blogg.de
Wir sind umgezogen! Ab sofort findet man das Blog mit der Möwe unter seiner neuen Adresse http://bluesky.blogger.de http://giardino.blogger.de.
Ich freue mich schon auf euren Besuch.
Ich freue mich schon auf euren Besuch.
sky um 00:23 | und sonst |
Dienstag, 03.01.2006
2005 im Rückspiegel
Zugenommen oder abgenommen?
Bis Dezember unverändert. Aber die Jeans heute morgen war noch vor Weihnachten irgendwie bequemer.
Haare länger oder kürzer?
Unverändert recht kurz. Alles andere sähe scheiße aus.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich habe Hoffnung, dass mir meine Adleraugen noch ein paar Jahre ohne diese Frage bescheren.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Eindeutig mehr, unverhofften Steuerrückzahlungen im Frühjahr sei Dank. (Ja, sowas gibt es!)
Mehr bewegt oder weniger?
Ganz klar mehr! Also ein bisschen. Zumindest nicht weniger. Keine Ahnung.
Der hirnrissigste Plan?
Ein paar Wochen netzabstinent zu leben.
Die gefährlichste Unternehmung?
Nicht wirklich. Ich bin eher nicht der Leichtsinnige. Für den Rest vermutlich wieder jede Menge unsichtbares Glück gehabt auf den gefahrenen 22000 Kilometern.
Der beste Sex?
Zweifellos. :-)
Die teuerste Anschaffung?
Meine Kamera. Kein bisschen bereut.
Das leckerste Essen?
Oh, sehr schwer. Ich grunze ja schon oft bei den ganz normalen Mahlzeiten zufrieden vor mich hin, wenn die Möwe kocht. Gut im Gedächtnis hab ich auf jeden Fall noch unser Weihnachtsessen: rosazarte geschmorte Gänsebrust auf Rucola, Pinien- und Granatapfelkernen und Weinbrandrosinen (alles leicht mit Balsamico angedresst), dazu Blechkartoffeln mit Rosmarin, Nachtisch Marzipanmousse mit Hagebuttensauce.


Das beeindruckendste Buch?
Viel habe ich nicht gelesen. »Die dunkle Seite der Liebe« von Rafik Schami hat mich auf jeden Fall noch lange über den Schluss hinaus beschäftigt.
Der ergreifendste Film?
Ergreifend? Hm. Irgendwie erinnere ich mich in diesem Jahr nur an Komödien.
Die beste CD?
Most Serene Republic: Underwater Cinematographer
Wir sind Helden: Von Hier an Blind
Esbjörn Svensson Trio: Viaticum
(Sorry, Kate.)
Das schönste Konzert?
Esbjörn Svensson Trio
Chick Corea & Bobby McFerrin waren auch erwähnenswert.
Die meiste Zeit verbracht mit...?
...dem Computer (Arbeit + Zuhause).
Die schönste Zeit verbracht mit...?
...meiner Möwe.
Die schlimmste Zeit verbracht mit...?
...mir selbst vermutlich.
Vorherrschendes Gefühl 2005?
Etwas verschiebt sich innen. Keine Ahnung was oder wohin. Warten auf Erdstöße an der Oberfläche.
2005 zum ersten Mal getan?
Andere Blogger getroffen.
2005 nach langer Zeit wieder getan?
Ausgiebig und mit Freude fotografiert. Länger als einen Monat nicht geraucht. (toi³)
Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Ständig ziellos wechselnde Vorgaben auf der Arbeit. Seit Februar und immer noch.
Rentner-Ford in meinem Kotflügel.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Nicht verzweifelt bei anderen zu suchen, was dieser jemand nur in sich selbst hätte entdecken können. (Gescheitert.)
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich weiß es nicht. Muss ich vielleicht auch nicht.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Extra für mich lauter versprengte Freunde für einen Abend zusammenzubringen und so eine wunderbare Zeit vor 15-20 Jahren wieder lebendig werden zu lassen. Eine Zeit, die mich geprägt hat.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
»Ich möchte nicht ewig ohne dich wohnen.«
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
siehe unter Geschenk
2005 war mit 1 Wort...?
Unaufgeregt.
Bis Dezember unverändert. Aber die Jeans heute morgen war noch vor Weihnachten irgendwie bequemer.
Haare länger oder kürzer?
Unverändert recht kurz. Alles andere sähe scheiße aus.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich habe Hoffnung, dass mir meine Adleraugen noch ein paar Jahre ohne diese Frage bescheren.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Eindeutig mehr, unverhofften Steuerrückzahlungen im Frühjahr sei Dank. (Ja, sowas gibt es!)
Mehr bewegt oder weniger?
Ganz klar mehr! Also ein bisschen. Zumindest nicht weniger. Keine Ahnung.
Der hirnrissigste Plan?
Ein paar Wochen netzabstinent zu leben.
Die gefährlichste Unternehmung?
Nicht wirklich. Ich bin eher nicht der Leichtsinnige. Für den Rest vermutlich wieder jede Menge unsichtbares Glück gehabt auf den gefahrenen 22000 Kilometern.
Der beste Sex?
Zweifellos. :-)
Die teuerste Anschaffung?
Meine Kamera. Kein bisschen bereut.
Das leckerste Essen?
Oh, sehr schwer. Ich grunze ja schon oft bei den ganz normalen Mahlzeiten zufrieden vor mich hin, wenn die Möwe kocht. Gut im Gedächtnis hab ich auf jeden Fall noch unser Weihnachtsessen: rosazarte geschmorte Gänsebrust auf Rucola, Pinien- und Granatapfelkernen und Weinbrandrosinen (alles leicht mit Balsamico angedresst), dazu Blechkartoffeln mit Rosmarin, Nachtisch Marzipanmousse mit Hagebuttensauce.
Das beeindruckendste Buch?
Viel habe ich nicht gelesen. »Die dunkle Seite der Liebe« von Rafik Schami hat mich auf jeden Fall noch lange über den Schluss hinaus beschäftigt.
Der ergreifendste Film?
Ergreifend? Hm. Irgendwie erinnere ich mich in diesem Jahr nur an Komödien.
Die beste CD?
Most Serene Republic: Underwater Cinematographer
Wir sind Helden: Von Hier an Blind
Esbjörn Svensson Trio: Viaticum
(Sorry, Kate.)
Das schönste Konzert?
Esbjörn Svensson Trio
Chick Corea & Bobby McFerrin waren auch erwähnenswert.
Die meiste Zeit verbracht mit...?
...dem Computer (Arbeit + Zuhause).
Die schönste Zeit verbracht mit...?
...meiner Möwe.
Die schlimmste Zeit verbracht mit...?
...mir selbst vermutlich.
Vorherrschendes Gefühl 2005?
Etwas verschiebt sich innen. Keine Ahnung was oder wohin. Warten auf Erdstöße an der Oberfläche.
2005 zum ersten Mal getan?
Andere Blogger getroffen.
2005 nach langer Zeit wieder getan?
Ausgiebig und mit Freude fotografiert. Länger als einen Monat nicht geraucht. (toi³)
Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Ständig ziellos wechselnde Vorgaben auf der Arbeit. Seit Februar und immer noch.
Rentner-Ford in meinem Kotflügel.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Nicht verzweifelt bei anderen zu suchen, was dieser jemand nur in sich selbst hätte entdecken können. (Gescheitert.)
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich weiß es nicht. Muss ich vielleicht auch nicht.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Extra für mich lauter versprengte Freunde für einen Abend zusammenzubringen und so eine wunderbare Zeit vor 15-20 Jahren wieder lebendig werden zu lassen. Eine Zeit, die mich geprägt hat.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
»Ich möchte nicht ewig ohne dich wohnen.«
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
siehe unter Geschenk
2005 war mit 1 Wort...?
Unaufgeregt.
sky um 23:39 | und sonst | 1 Kommentar
Samstag, 24.12.2005
Frohe Weihnachten
In der Küche plärrt das Handrührgerät, die Möwe bereitet gerade schon mal unseren Nachtisch für heute abend vor, später werde ich mich um die zu schmorende Gänsebrust kümmern, noch das eine oder andere Geschenk einpacken. Dann werden wir gemütlich essen, mit den Lieben telefonieren, in die Christmette gehen und uns anschließend bescheren. Morgen abend hole ich meine beiden Jungs und fahre mit ihnen meine Schwester besuchen. Nach Weihnachten dann nach Duisburg, wo Eltern und Bruder sein werden. Viele sind ja froh, wenn sie ihre Weihnachts-Verwandtenrunde hinter sich haben - ich muss sagen, ich freu mich drauf. (Nur die 1800 Autobahnkilometer bis zur Rückkehr an Silvester müssten nicht unbedingt sein.) Und nachdem ich bis gestern abend ganz normal gearbeitet habe, kommt jetzt so langsam ein erstes Gefühl von Weihnachten auf. Auch ganz ohne Tannenduft oder Deko.
Schöne Feiertage, Ihr Lieben, bis zum nächsten Jahr! Ach ja, und wer in Düsseldorf oder Umgebung weilt, wird mich in der Zwischenzeit am 29. auch hier treffen können. Bis dann!
Schöne Feiertage, Ihr Lieben, bis zum nächsten Jahr! Ach ja, und wer in Düsseldorf oder Umgebung weilt, wird mich in der Zwischenzeit am 29. auch hier treffen können. Bis dann!
sky um 16:06 | und sonst | 2 Kommentare
Donnerstag, 22.12.2005
Tingo
angutawkun a man who exchanges wives with another man or one of the men who have at different times been married to the same womanDiese Inuit-Wörter und viele mehr aus aller Welt finden sich in »The Meaning of Tingo« von einem Adam Jacot de Boinod. Dieser Herr hat jahrelang in allen möglichen Wörterbüchern gestöbert und die kuriosesten Einträge gesammelt. Schwer übersetzbare, die mit nur einem Wort komplexe Sachverhalte ausdrücken (z. B. indonesisch neko-neko: »to have a creative idea that only makes things worse«), lautsprachliche (in Tulu gulugulu: »to fill a pitcher with water«), überbordende Differenzierungen wie die sprichwörtlichen schneebezogenen Wörter der Eskimosprachen, die vielen Kamelbegriffe in Somali oder eine Auswahl der dutzenden von albanischen Adjektiven, mit denen sich Schnurrbärte genauestens beschreiben lassen. Eine Sammlung einbuchstabiger Wörter, indianische Monatsnamen (Oktober in Mikmawisimk: Wikewikús, »the animals are fat and lame«), Wörter mit den meisten Folgekonsonanten (tschechisch odctvrtvrstvit »to remove a quarter of a layer«), false friends usw. usf. Eine kurzweilige, witzige Fundgrube, in der natürlich auch eine Reihe von deutschen Wörtern ihren Platz hat so wie Torschlusspanik, Schadenfreude oder Ohrwurm.
areodjarekput to exchange wives for a few days only, allowing a man sexual rights to his woman during that period
nuliinuaroak sharing the same woman; more specifically, the relationship between a man and his wife's lover when the husband has not consented to the arrangement
[Sami] goaski are one's mother's elder sisters, and sivjjot is one's older sister's husband; one's mother's younger sisters are muotta and one's father's younger sisters are siessa; one's mother's brothers are eanu and her brother's wives are ipmi; one's brother's wife is a mangi. The nearby Swedes exhibit a similar subtlety in their terms for grandfathers and grandmothers: farfar is a father's father, morfar is a mother's father, farmor is a father's mother and mormor is a mother's mother.Das Bemerkenswerte an diesem Buch ist, zu sehen, für welche Konzepte Menschen irgendwo auf der Welt das Bedürfnis verspürten, einen eigenen Begriff zu finden. Wieviel Aufwand es einerseits bedeutet, dessen Bedeutung dann annähernd adäquat in einer anderen Sprache einzufangen, und wie universal andererseits die Bilder dann wieder sein können, mit denen etwas ausgedrückt wird (z. B. japanisch suna o kamu yo na, »like chewing sand«, für geschmackloses Essen). Schade an diesem Buch ist lediglich, dass es außer der groben Kapitelstruktur keinen Anhaltspunkt gibt, um einen Begriff später ohne langes Blättern wiederzufinden. Dennoch: Meine Empfehlung!
Adam Jacot de Boinod: The Meaning of Tingo, Penguin Books 2005, ISBN 0140515615. Der Autor führt auch ein (etwas müdes) Blog zum Buch.
sky um 22:57 | gesehen und gehoert | 1 Kommentar
Dienstag, 20.12.2005
Brauchen's a Quittung?
Die Befreiung von Susanne Osthoff - wie es wirklich war! Exklusiv bei elektrosmog.
sky um 22:43 | gesehen und gehoert | Kommentieren
Montag, 19.12.2005
Randnotizen
Manchmal gibt es für komplizierte Phänomene eine überraschend einfache Erklärung. Ich sage nur: Tiefdruckunternehmen.
Nachdem von der Farbtemperatur der Armaturenbeleuchtung bishin zum satten »Plogg« der Türen schon so ziemlich alles optimiert wurde, versuchen sich Automobilfirmen und Zulieferer inzwischen am Auto als überzeugendem Mitfahrer. So konnte ich heute ein neuartiges Navigationssystem mit weiblicher Stimme erleben, das uns drei Kilometer auf einer Ausfallstraße nahe Leipzig entlang fahren ließ, nur um uns schließlich ohne ein Wort der Rechtfertigung wenden zu lassen und den ganzen Weg wieder zurückzuschicken. Ich meine auch gehört zu haben, wie ihr »bitte links!« mit der Zeit einen leicht zickigen Unterton bekam. Nächstes Jahr will BMW sie zum Turing-Test anmelden. [*]
Wo wir bei Autos sind: Lasst euch von einer Mietwagenfirma nie überreden, mit fünf Personen in einem 3er BMW fahren zu wollen. Nehmt lieber noch einen Golf. Es sei denn, ihr sitzt auch sonst gerne zu dritt auf zwei Stühlen und holt euch einen Krampf vom Arsch bis zu den Füßen.
Ach ja, BMW hat inzwischen auch einen Intelligenztest als Wegfahrsperre eingebaut. Wir haben zu fünft (mehrheitlich akademische Vorbildung) mehrere Minuten gerätselt, bis wir die richtige Kombination von Knöpfen und Pedalen raus hatten, um den Motor starten zu können.
Merkwürdig, heute in Leipzig gewesen zu sein, ohne irgendwie in Leipzig gewesen zu sein. Statt insgesamt sechs Stunden auf der A9 im Dauerschneeregen zu fahren (Sch?!§$sitze!), hätte ich lieber die Stadt besichtigt. Nun denn, irgendwann werde ich schon noch hinkommen.
Und dann war da noch derIdiot etwas überforderte ältere Herr, der am Wochenende beim Ausparken mein komplettes Auto einfach übersehen hat. Die Justierung seiner Heizung war in dem Moment allerdings wirklich wichtiger, als sich darum zu kümmern, dass er gerade volle Kanne rückwärts Kurs auf einen fremden Kotflügel in Richtung Süd-Südost genommen hatte. Dummerweise ist er auch noch der Lebensgefährte der Vermieterin der Möwe. Sowas brauch ich jetzt. Dass seine Stoßstange anschließend nur noch aus lackierten Schaumstofffetzen bestand, tröstet nicht wirklich.
Von allen Sportberichtwörtern der letzten Zeit mag ich »Torflaute« und »Rumpfelf« am liebsten. Welche Geräusche Torf macht? Ich denke mal sumpfig-dumpfe, mumpflige. Dazu passt dann auch »Rumpfelf«, ein amerikanischer Verteidigungsminister zwischen den Bissen eines dicken, fetten Hamburgers.
Nachdem von der Farbtemperatur der Armaturenbeleuchtung bishin zum satten »Plogg« der Türen schon so ziemlich alles optimiert wurde, versuchen sich Automobilfirmen und Zulieferer inzwischen am Auto als überzeugendem Mitfahrer. So konnte ich heute ein neuartiges Navigationssystem mit weiblicher Stimme erleben, das uns drei Kilometer auf einer Ausfallstraße nahe Leipzig entlang fahren ließ, nur um uns schließlich ohne ein Wort der Rechtfertigung wenden zu lassen und den ganzen Weg wieder zurückzuschicken. Ich meine auch gehört zu haben, wie ihr »bitte links!« mit der Zeit einen leicht zickigen Unterton bekam. Nächstes Jahr will BMW sie zum Turing-Test anmelden. [*]
Wo wir bei Autos sind: Lasst euch von einer Mietwagenfirma nie überreden, mit fünf Personen in einem 3er BMW fahren zu wollen. Nehmt lieber noch einen Golf. Es sei denn, ihr sitzt auch sonst gerne zu dritt auf zwei Stühlen und holt euch einen Krampf vom Arsch bis zu den Füßen.
Ach ja, BMW hat inzwischen auch einen Intelligenztest als Wegfahrsperre eingebaut. Wir haben zu fünft (mehrheitlich akademische Vorbildung) mehrere Minuten gerätselt, bis wir die richtige Kombination von Knöpfen und Pedalen raus hatten, um den Motor starten zu können.
Merkwürdig, heute in Leipzig gewesen zu sein, ohne irgendwie in Leipzig gewesen zu sein. Statt insgesamt sechs Stunden auf der A9 im Dauerschneeregen zu fahren (Sch?!§$sitze!), hätte ich lieber die Stadt besichtigt. Nun denn, irgendwann werde ich schon noch hinkommen.
Und dann war da noch der
Von allen Sportberichtwörtern der letzten Zeit mag ich »Torflaute« und »Rumpfelf« am liebsten. Welche Geräusche Torf macht? Ich denke mal sumpfig-dumpfe, mumpflige. Dazu passt dann auch »Rumpfelf«, ein amerikanischer Verteidigungsminister zwischen den Bissen eines dicken, fetten Hamburgers.
sky um 22:52 | und sonst | 9 Kommentare
Sonntag, 18.12.2005
konjunktive
Wenn ich doch nur...
aufmerksam sein könnte / ein Vöglein wär / wieder bei meiner Familie wäre / reichlich davon hätte / fliegen könnte / wüsste wo mein' Liebe ist / eine Antwort darauf wüsste / sehen dürfte, wie du schläfst / ab und zu etwas von euch vernehmen könnte / mehr rente hätte / wüsste was du fühlst / Gras fressen könnte wie du / wüsste wer / ne gute Note in Chemie bekommen würde / zeichnen könnte / wüßte wie ich mich verteidigen soll / dieses Gefühl weiter geben könnte / Zeit hätte / eine richtige Besserung sehen würde / eine Frau wäre / vom Windowsrechner den kompletten Zugang zum Server hätte / Geld für ne OP hätte / zaubern könnte / wüsste wer ich bin und was ich mit mir anfange / mehr Platz im Schrank hätte / etwas mehr Wärme und Geborgenheit bei ihm gespürt hätte / wüsste, woher diese Gefühle, die Leere, der Druck kommen / genau wüsste, was Gottes Wille für mich jetzt ist / wach bleiben könnte / hätte sprechen können / ihren Namen wüsste / mal auf mich selbst hören würde / schlank wäre / noch genau wüsste, wie das war / in deinem Bett liegen dürfteDann, eines Tages, werde ich...
Tänzerin / ein international erfolgreicher Künstler sein / die Antwort finden / Königin sein / schaffen, mich umzubringen / dir ein Gedicht schreiben / selbständig / mit einem Koffer voll Geld kommen / über diese Brücke gehen / eine Weltreise machen / ein Engel sein / dich rufen, damit du zu mir zurückkommst / Gewerkschaftsmitglied / Rennen fahren / gesund sein / mich wohlfühlen / ein anderes Pferd reiten / vielleicht eines deiner Angebote annehmen / an seinem Grab stehen und dieses Lied hören / an Kräfte glauben, denen wir hilflos ausgeliefert sind / wohl genau die richtige Marktlücke gefunden haben / darüber hinweg sein / dieses Bett verlassen / alles sagen / es euch zeigen / es dir zurückzahlen / einen fotorealistischen Papst rendern / fliegen wie ein Vogel / jede Träne von deinen Augen abwischen / in diesen vornehmen Kreisen verkehren / eine Frau sein / ein grosser Poet sein / zu dir zurückkommen / an einem Genickbruch sterben / sie alle besiegen
sky um 19:09 | gedankenstriche | 4 Kommentare
Samstag, 17.12.2005
Billiger riechen
sky um 18:24 | konsumterror | 2 Kommentare
Freitag, 16.12.2005
Lyrik für zwischendurch
Weihnachtsmann, ich warne dich
Wennst auf der Weihnachtsfeier
Nicht den gewünschten Ipod bringst
Tret ich dir in die Eier
Aus Rudolf mach ich Rentier-Steaks
Dein' Schlitten voller Blut
Drum tust du besser was ich sag
Und ich bin herzensgut
Wennst auf der Weihnachtsfeier
Nicht den gewünschten Ipod bringst
Tret ich dir in die Eier
Aus Rudolf mach ich Rentier-Steaks
Dein' Schlitten voller Blut
Drum tust du besser was ich sag
Und ich bin herzensgut
sky um 12:01 | sinnfreies | 1 Kommentar
Mittwoch, 14.12.2005
Architektur 1.0
Vor knapp einem Jahr wurden die Grünflächen zwischen der neuen Kantine und der Straße angelegt. Alles wie mit dem Lineal gezogen und streng rechtwinklig. Sie bestehen nur aus Rasen, auf dem je nach Jahreszeit ein paar versprengte Tulpen oder so wachsen. Nichts, was man im Vorbeigehen auch nur wahrnehmen würde.
Nun laufen dort jeden Tag ein- bis zweitausend Menschen entlang. Ihr Weg wäre aber diagonal, nicht links-rechts-links. Und weil Menschen normalerweise viel lieber schnurstracks als zickzack laufen (von Ausnahmen abgesehen, siehe Punkt 2 :-), sind die Ecken des Rasens inzwischen zertrampelt. Anstatt aber den Denkfehler beim Anlegen der Flächen zu erkennen und sie z. B. einfach abzuschrägen, hat man sich jetzt an allen betroffenen Ecken für diese Alternative entschieden:

Hübsch, nicht? Und viele werden zustimmen: Man muss den Benutzer eben manchmal mit sanfter Gewalt auf den vorgesehenen Weg zwingen. Schließlich hat sich jemand etwas dabei gedacht.
Das Beispiel ist vielleicht lächerlich, aber die Grundhaltung dahinter symptomatisch. Wie es auch anders gehen kann, zeigte eine Universität[*], von der ich gelesen habe (Quelle leider nicht mehr auffindbar). Danach wurden beim Neubau eines ganzen Campus zunächst einmal nur die Gebäude hingestellt, ohne irgendwelche Wege dazwischen anzulegen. Anschließend säte man Rasen und überließ die Flächen sich selbst. Einige Monate später hatten sich überall Trampelpfade gebildet - die optimalen Verbindungen zwischen den Häusern. Und die wurden dann zu richtigen Wegen ausgebaut. Ich bin sicher, dort wird man keinen Ärger mehr mit niedergetretenen Grünflächen gehabt haben.
Eine geniale Idee. Im Web hat man das Prinzip längst verstanden - inzwischen etikettieren Benutzer die Online-Welt mittels del.icio.us wesentlich effektiver und erfolgreicher als die Spezialisten von Yahoo, die versucht haben, sie nach Schema F in Scheiben zu schneiden. Bei Wikipedia erstellen Benutzer Artikel zu Themen, die nach langer Redaktion vielleicht erst in einem Jahr in einem gedruckten Lexikon erscheinen würden, oder die zu speziell sind, um sie für eine breite Leserschaft gewinnbringend auf den Markt bringen zu können. Technisch versierte Benutzer bauen die Funktionen, die ihnen im Browser Firefox fehlen, einfach selber nach und stellen sie anderen zur Verfügung, anstatt wie die Kunden von Microsoft jahrelang vielleicht vergeblich auf eine neue Version des Internet Explorer warten zu müssen. Und so weiter.
Den Menschen zu überlassen, die Welt nach ihren Bedürfnissen zu organisieren, bringt unschärfere, weniger plan- und kontrollierbare Ergebnisse hervor. Doch die Resultate sind im Allgemeinen nicht nur preiswerter, sie entsprechen auch den Anforderungen der meisten Nutzer deutlich besser. Nur: Wer diesen Schritt geht, muss Einfluss abgeben. Und das hat neben der Machtfrage auch etwas mit Bescheidenheit und Vertrauen zu tun.
* Nachtrag: Wie ich inzwischen herausgefunden habe, scheint die Geschichte mit der Universität leider nur eine Legende zu sein; alle Hinweise, z. B. auf den Campus von Irvine oder Oxford, lassen sich wohl nicht validieren. Wobei der Status einer urban legend in meinen Augen die Idee nicht entwertet. Gefunden habe ich die Information - übrigens binnen 2 Minuten via del.icio.us - auf diesem Blog in einer bebilderten kleinen Betrachtung und weiterführenden Kommentaren zum Thema Trampelpfade und benutzerorientiertes Design. Lesenswert!
Nun laufen dort jeden Tag ein- bis zweitausend Menschen entlang. Ihr Weg wäre aber diagonal, nicht links-rechts-links. Und weil Menschen normalerweise viel lieber schnurstracks als zickzack laufen (von Ausnahmen abgesehen, siehe Punkt 2 :-), sind die Ecken des Rasens inzwischen zertrampelt. Anstatt aber den Denkfehler beim Anlegen der Flächen zu erkennen und sie z. B. einfach abzuschrägen, hat man sich jetzt an allen betroffenen Ecken für diese Alternative entschieden:
Hübsch, nicht? Und viele werden zustimmen: Man muss den Benutzer eben manchmal mit sanfter Gewalt auf den vorgesehenen Weg zwingen. Schließlich hat sich jemand etwas dabei gedacht.
Das Beispiel ist vielleicht lächerlich, aber die Grundhaltung dahinter symptomatisch. Wie es auch anders gehen kann, zeigte eine Universität[*], von der ich gelesen habe (Quelle leider nicht mehr auffindbar). Danach wurden beim Neubau eines ganzen Campus zunächst einmal nur die Gebäude hingestellt, ohne irgendwelche Wege dazwischen anzulegen. Anschließend säte man Rasen und überließ die Flächen sich selbst. Einige Monate später hatten sich überall Trampelpfade gebildet - die optimalen Verbindungen zwischen den Häusern. Und die wurden dann zu richtigen Wegen ausgebaut. Ich bin sicher, dort wird man keinen Ärger mehr mit niedergetretenen Grünflächen gehabt haben.
Eine geniale Idee. Im Web hat man das Prinzip längst verstanden - inzwischen etikettieren Benutzer die Online-Welt mittels del.icio.us wesentlich effektiver und erfolgreicher als die Spezialisten von Yahoo, die versucht haben, sie nach Schema F in Scheiben zu schneiden. Bei Wikipedia erstellen Benutzer Artikel zu Themen, die nach langer Redaktion vielleicht erst in einem Jahr in einem gedruckten Lexikon erscheinen würden, oder die zu speziell sind, um sie für eine breite Leserschaft gewinnbringend auf den Markt bringen zu können. Technisch versierte Benutzer bauen die Funktionen, die ihnen im Browser Firefox fehlen, einfach selber nach und stellen sie anderen zur Verfügung, anstatt wie die Kunden von Microsoft jahrelang vielleicht vergeblich auf eine neue Version des Internet Explorer warten zu müssen. Und so weiter.
Den Menschen zu überlassen, die Welt nach ihren Bedürfnissen zu organisieren, bringt unschärfere, weniger plan- und kontrollierbare Ergebnisse hervor. Doch die Resultate sind im Allgemeinen nicht nur preiswerter, sie entsprechen auch den Anforderungen der meisten Nutzer deutlich besser. Nur: Wer diesen Schritt geht, muss Einfluss abgeben. Und das hat neben der Machtfrage auch etwas mit Bescheidenheit und Vertrauen zu tun.
* Nachtrag: Wie ich inzwischen herausgefunden habe, scheint die Geschichte mit der Universität leider nur eine Legende zu sein; alle Hinweise, z. B. auf den Campus von Irvine oder Oxford, lassen sich wohl nicht validieren. Wobei der Status einer urban legend in meinen Augen die Idee nicht entwertet. Gefunden habe ich die Information - übrigens binnen 2 Minuten via del.icio.us - auf diesem Blog in einer bebilderten kleinen Betrachtung und weiterführenden Kommentaren zum Thema Trampelpfade und benutzerorientiertes Design. Lesenswert!
sky um 22:20 | gedankenstriche | 6 Kommentare
grau
Warst du scho am Jura drobm, annerm neblichen Dooch im spätn Jahr
Über staaniche Äcker wehd der Wind des Gschraa vo die Kroah
Und der graue Nieselregn nadeld dir ins Gsichd
Und des aanzich Weddshaus had die Lädn dichd
Es leichd mer ei: Franggn liechd ned am Meer
Aber Leid, ich schwör: Franggn liechd in der Mongolei
Wolfgang Buck, »Sambesi«
Warst du schon in der Fränkischen Schweiz oben, an einem nebligen Tag im späten Jahr
Über steinige Äcker weht der Wind das Geschrei von den Krähen
Und der graue Nieselregen nadelt dir ins Gesicht
Und das einzige Wirtshaus hat die Läden dicht
Es leuchtet mir ein: Franken liegt nicht am Meer
Aber Leute, ich schwör: Franken liegt in der Mongolei
Über steinige Äcker weht der Wind das Geschrei von den Krähen
Und der graue Nieselregen nadelt dir ins Gesicht
Und das einzige Wirtshaus hat die Läden dicht
Es leuchtet mir ein: Franken liegt nicht am Meer
Aber Leute, ich schwör: Franken liegt in der Mongolei
P.S.: Gibt es eine offizielle Transkription für das Fränkische?
sky um 10:41 | und sonst | 1 Kommentar
Sonntag, 11.12.2005
winter
tiefstehende Sonne
unterwegs in einer anderen Stadt
verwehtes Glockenläuten
finde keine Worte für dieses Gefühl
manchmal inmitten anderer Menschen
auf einem fremden Planeten zu laufen
[mehr fotos von heute]
sky um 23:41 | unterwegs | 4 Kommentare
Freitag, 09.12.2005
Geräte, die die Welt nicht braucht
Es sind nicht immer nur die Männer, deren Puls beim Anblick weitgehend überflüssigen Spielzeugs höher schlägt. Als meine Möwe und ich so vor einem Jahr zum ersten Mal Crème Brulée (Foto des geschätzten Hrn. Paulsen) probierten und irgendwo lasen, dass man die gute Caramelschicht darauf am besten mit einem Bunsenbrenner herstelle, bemerkte ich schon eine irritierende Weitung ihrer Pupillen. Im Laufe der Zeit erzählte sie immer wieder mal davon und referierte dabei aktuelle Bunsenbrennerpreise aus dem Kopf in einer Weise, dass ich erste Befürchtungen hegte, sie würde mich dereinst verlassen und mit einem Chemiker durchbrennen (haha). Zumal diese Dinger gemeinhin lächerlich teuer sind und die Ersatzversuchsreihe mit Backofengrill nur als bedingt erfolgreich bezeichnet werden konnte.
Nun, irgendwie scheint der Duft schmelzenden braunen Zuckers auf Vanillecrème auch Tante Tchibo mal wieder im richtigen Moment in die Nase gestiegen zu sein, jedenfalls hüpfte der Möwe Herz, als sie jetzt in ihrem Supermarkt diese coole Mischung aus Feuerzeug und Akkuschrauber entdeckte. Flugs gekauft, mit Gas betankt und ausprobiert. Und was soll ich sagen - das Ergebnis war so lecker, wie es aussieht:
![[Brenner bei der Arbeit]](http://data.blogg.de/5931/images/brenner.jpg)
[Wer auch seine Beziehung sichern will oder sonstwie verzweifelt auf der Suche nach einem Geschenk ist: Für 20 Euro ist das Spielzeug noch zu haben.]
Nun, irgendwie scheint der Duft schmelzenden braunen Zuckers auf Vanillecrème auch Tante Tchibo mal wieder im richtigen Moment in die Nase gestiegen zu sein, jedenfalls hüpfte der Möwe Herz, als sie jetzt in ihrem Supermarkt diese coole Mischung aus Feuerzeug und Akkuschrauber entdeckte. Flugs gekauft, mit Gas betankt und ausprobiert. Und was soll ich sagen - das Ergebnis war so lecker, wie es aussieht:
![[Brenner bei der Arbeit]](http://data.blogg.de/5931/images/brenner.jpg)
freundlich lächelnder Bursche, übrigens
[Wer auch seine Beziehung sichern will oder sonstwie verzweifelt auf der Suche nach einem Geschenk ist: Für 20 Euro ist das Spielzeug noch zu haben.]
sky um 11:19 | und sonst | 4 Kommentare
Mittwoch, 07.12.2005
Freizeittipp
Zwanzig Minuten übrig? Lust auf gute Fotos? Gehen Sie hierhin und klicken Sie sich durch die Serie. [Oder dorthin für die Diashow].
sky um 23:29 | gesehen und gehoert | 3 Kommentare
Montag, 28.11.2005
Programmunterbrechung
Der sofortige Druck auf den Einschaltknopf meines Laptops, wenn ich nach Hause komme. Das Aufrufen der Blogroll alle paar Minuten, um zu sehen, ob es neue Einträge gibt. Das regelmäßige Nachschauen auf der Arbeit, ob jemand bei mir kommentiert hat. Die Unfähigkeit, spätestens um Mitternacht den Rechner auszuschalten, ins Bett zu gehen und nicht immer noch weiter von Seite zu Seite zu zappen.
Nee nee, das läuft alles schon viel zu rückenmarkgesteuert, hat suchtartigen Charakter angenommen wie der Griff zur Zigarette nach dem Essen. Auch nach längerem Grübeln verstehe ich nicht, ob oder was ich damit zu ersetzen versuche, ob ich mich vielleicht vor irgendetwas drücke. Und weil ich trotzdem etwas dagegen tun muss, werde ich mich enthalten, vielleicht ganz passend zum Advent, der ja ursprünglich eine Fastenzeit war. Kein Umherstreifen in Klein-Bloggersdorf, keine Zigaretten (heute immerhin schon 5 Tage) und auch kein Fernsehen bei der Möwe. Bis ich wieder das Gefühl habe, die Dinge, die ich tue, bewusst und freiwillig zu tun. Die innere Unruhe auszuhalten wird das schwerste sein.
Bis demnächst.
Nee nee, das läuft alles schon viel zu rückenmarkgesteuert, hat suchtartigen Charakter angenommen wie der Griff zur Zigarette nach dem Essen. Auch nach längerem Grübeln verstehe ich nicht, ob oder was ich damit zu ersetzen versuche, ob ich mich vielleicht vor irgendetwas drücke. Und weil ich trotzdem etwas dagegen tun muss, werde ich mich enthalten, vielleicht ganz passend zum Advent, der ja ursprünglich eine Fastenzeit war. Kein Umherstreifen in Klein-Bloggersdorf, keine Zigaretten (heute immerhin schon 5 Tage) und auch kein Fernsehen bei der Möwe. Bis ich wieder das Gefühl habe, die Dinge, die ich tue, bewusst und freiwillig zu tun. Die innere Unruhe auszuhalten wird das schwerste sein.
Bis demnächst.
sky um 17:35 | und sonst | 3 Kommentare